Müllsammelaktion in Übersee

Toll, ihr habt mitgemacht!

Immer wieder kommen Rückmeldungen von Überseer Bürgerinnen und Bürger, die sich mit zeitlicher Verzögerung an der Müllsammelaktion beteiligt haben. Auch unserem gemeindlichen Bauhof sei gedankt, der die Aktion unterstützt hat!

Wieder etwas mehr saubere Natur in Übersee

Unter Beteiligung von engagierten Kindern und Erwachsenen fand am vergangenen Freitag gemeinsam mit der LBV Umweltstation Wiesmühl Übersee eine Müllsammelaktion auf dem Gemeindegebiet Übersee statt.

Das Müll sammeln auch Spaß machen kann, beweist das Foto zweier beteiligter „Überseer-Familien“. Sie haben sich gemeinsam aufgemacht und einen Waldweg von Unrat gereinigt. Ihr Erstaunen war groß, als nach getaner Arbeit ihr Anhänger mit Flaschen, Plastik, Becher, Papier und sogar einem Sturzhelm mehr wie voll war. Es herrschte vor allem bei den Kindern Unverständnis darüber, wie achtlos nicht mehr gebrauchte Dinge in die Natur entsorgt werden.

Vor allem Plastik ist ein riesiges, globales Problem. Wir kennen die dramatischen Bilder aus den Weltmeeren, aber auch bei uns ist es allenthalben zu finden. In wasserführenden Gräben entlang der Straßen, in Flüssen und Seen, genauso im Boden. Sogar in den Würmern und kleinsten Boden- und Wasserorganismen wurde Mikroplastik nachgewiesen. Diese kleinsten Lebewesen stehen am Anfang der Nahrungskette und landen somit bei uns, als Endglied der Nahrungskette, auf dem Teller.

Kein appetitlicher Gedanke sich vorzustellen, die Müllpartikel vergangener Jahrzehnte mit dem Schnitzel zu verzehren.

Das Wetter am vergangenen Freitag war wenig einladend, deshalb wollen wir die Müllsammelaktion bis über die Osterferien ausdehnen. Unser Dank gilt allen, die am vergangenen Freitag bei der Müllsammelaktion dabei waren und natürlich denen, die darüber hinaus auf Müllsuche gehen.

Machen Sie mit und schicken Sie ihre Fotos an naturpavillon@lbv.de

 

Krötentunnel für die Amphibienwanderung bereit

Die im Frühjahr stattfindende Krötenwanderung steht kurz bevor. Um den Tieren einen möglichst ungehinderten Marsch zu ihren Laichgewässern zu ermöglichen, hat die LBV Ortsgruppe Engelsberg in der vergangenen Woche das betonierte Leitsystem entbuscht.

Amphibien gehören zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen in Bayern. Von den 20 in Bayern vorkommenden Arten stehen 14 (= 70%) auf der Roten Liste.  Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von der Bedrohung durch Fressfeinde, beispielsweise durch Fische, die häufig illegal in Amphibiengewässer eingesetzt werden, über den Lebensraumverlust durch Siedlungs- oder Straßenbau, bis hin zur Schädigung durch Chemikalien, die in der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt werden. Der Krötentunnel am Eigelwald wurde 2011 auf Initiative der LBV Ortsgruppe Engelsberg vom Straßenbauamt Rosenheim errichtet, nachdem die Krötenwanderung 20 Jahre in ehrenamtlicher Arbeit betreut wurde. Wie sporadische Beobachtungen zeigen war die Baumaßnahme ein voller Erfolg. Seit dieser Zeit können tausende Amphibien ungehindert zu ihr Laichgewässer gelangen.

 

Ganz ohne Pflege geht es nicht. Angrenzende Büsche überwuchern das Leitsystem und erschweren den Tieren den Durchzug. Die hochgewachsenen Büsche wurden deshalb durch das Straßenbauamt Ampfing entfernt, Walter Gründl, Werner Unzeitig, Alexander Martin und Martina Mitterer vom Landesbund für Vogelschutz haben die stark wuchernden Brombeergewächse zurückgeschnitten und so den Weg für die Krötenwanderung frei gemacht. 

Nicht nur bei der Krötenwanderung, auch im eigenen Garten kann man etwas für den Amphibienschutz tun.

 

Gartenteiche sollten möglichst besonnt sein. Bei der Anlage der Ufer ist darauf zu achten, dass sie nicht senkrecht sind. Wer in seinem Teich Kaulquappen und ein reiches Tierleben haben will, sollte außerdem keine Fische einsetzen. Gerade Goldfische fressen gerne Laich und Kaulquappen, aber auch Wasserinsekten und sonstige Kleinlebewesen. In einem Teich ohne Fische gibt es daher viel mehr zu entdecken. Aus diesem Grund dürfen Goldfische keinesfalls in andere Gewässer ausgesetzt werden. 

Die meisten Amphibienarten halten sich nur zur Fortpflanzung in den Gewässern auf und verbringen die übrige Zeit an Land. Hier kann man auch in einem kleinen Garten viel tun. Tagsüber brauchen die nachtaktiven Tiere geeignete Verstecke. Beliebt sind Totholz- oder Steinhaufen, die einfach anzulegen sind. Eine Trockenmauer mit dahinter liegendem Sandbereich ist zwar schwieriger zu bauen, bietet aber oft geeignete Winterquartiere. Oft verkriechen sich Amphibien auch am Fuß von Büschen. Lassen Sie
deshalb beim Mähen dort etwas Gras stehen. Und, bitte auf Gift im Garten verzichten.

Naturschwärmer

Das neue Familienprojekt des LBV für wissbegierige, naturverliebte Weltverbesserer

2021 bereiten die LBV-Bildungseinrichtungen wieder monatlich neue Themen für euch vor. Auf der Seite naturschwaermer.lbv.de bieten ihr euch fast täglich neue Videos, Podcasts, Bau-, Bastel- oder Gestaltungstipps, Geschichten, Spiele, Rezepte oder sonstige Mitmachaktionen.

Auch Online-Seminare oder Livestreams aus den LBV-Umweltstationen werden zukünftig das Angebot erweitern, so dass Natur und Umwelt von zu Hause aus entdeckt werden können. Natur- und Umweltbegeisterte können selbst aktiv werden, indem sie Umwelt-Tipps und Do-it-yourself-Anleitungen austauschen, Naturbeobachtungen teilen oder bei Nachhaltigkeits-Challenges mitmachen.

Sie möchten regelmäßig über die Highlights informiert werden, dann können Sie sich hier für unseren Newsletter anmelden.

 

Im März widmen wir uns dem Insektengarten. Schau doch einmal unter Naturschwärmer hinein. 

Jüngste Umweltstation in Bayern

Weiter Infos zum Festakt unter Aktuelles

 

 

Umweltstation Wiesmühl mit Außenstelle Übersee: Eine Umweltstation – zwei Standorte: Umweltgarten Wiesmühl mit Außenstelle Naturpavillon Übersee.

 

Unter dem Dach der „Umweltstation Wiesmühl mit Außenstelle Übersee“ arbeiten nun die zwei LBV Umweltbildungseinrichtungen „Umweltgarten“ und „Naturpavillon“ noch enger zusammen. Die neuen Rahmenbedingungen schaffen die Möglichkeit bewährte Angebote zu aktualisieren und neue Konzepte zu entwickeln. Fundament dafür ist die Bildung für nachhaltige Entwicklung, deren Inhalte sich an den drei Säulen der Nachhaltigkeit, den umweltbezogenen, wirtschaftlichen und sozialen Zielen orientiert.

 

Der Umweltgarten Wiesmühl ist ein Kleinod der Artenvielfalt. Auf 1,3 ha bietet sich den Besuchern ein faszinierendes Mosaik ineinandergreifender Lebensräume mit einer herausragenden Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Barrierefrei angelegt, ermöglicht es für Menschen mit und ohne Handicap ein uneingeschränktes Naturerlebnis von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang.

 

Veranstaltungen und Mitmach-Programme geben Einblicke in ökologische Zusammenhänge und bieten viele praktische Tipps und Anregungen für Naturschutzmaßnahmen im eigenen Garten und in der „Natur vor der Haustür“.

 

Die Außenstelle Naturpavillon liegt zentral in mitten mehrerer Natur- und Vogelschutzgebiete und ist Anlaufstelle für viele naturinteressierte Bürger und Gäste. Wechselnde Ausstellungen und eine breite Palette an Veranstaltungen ermöglichen auf verschiedenen Ebenen Zugang zu wichtigen Themen des Natur- und Umweltschutzes.

 

Unsere Angebote:

 

§  Fortbildungsangebote im Sinne einer Bildung für nachhaltigen Entwicklung für Lehrer/Innen und Kindergärtner/Innen

 

§  vielfältiges Veranstaltungsprogramm für Kinder, Jugendliche und Schulklassen zu den Themen: Wasser, Hecke, Wiese, Bienen & Wespen, Amphibien und Reptilien, Fließgewässer

 

§  bio, regional und klimafreundlich - Brot backen aus heimischem Getreide, im Lehmbackofen

 

§  Projekttage für Kindergärten und Schulen zu Themen des Natur- und Umweltschutzes

 

§  BNE leben - Traditionen pflegen - Seminare zu Kräutern und Heilpflanzen

 

§  Seminar: mehr Lebensqualität durch mehr Vielfalt

 

§  Kindergeburtstage - Abenteuer und Natur, was brauchts mehr?

 

§  Ferienprogramme –werkeln, forschen, chillen und viel mehr!

 

§  Draußen kreativ sein – Kunst und Natur

 

 

 

Klicken Sie auf den jeweiligen Standort und erfahren Sie mehr über die Einrichtung.

 

 

 

Die ebenfalls an der LBV Umweltstation angesiedelte Regionalgeschäftsstelle Inn-Salzach ist zentrale Koordinationsstelle für ehrenamtliche Tätigkeiten in der Region. Aktive der Kreis- und Ortsgruppen erhalten von hier aus tatkräftige Unterstützung sowie fundierte Ratschläge und Tipps zu Themen des Arten- und Biotopschutz.