Die Natur im Umweltgarten im Jahresverlauf

 

Mit dem Projekt "Die Natur im Umweltgarten im Jahresverlauf" möchten wir Sie, liebe Besucher der Homepage der Umweltstation Wiesmühl Übersee, zu einem virtuellen Spaziergang durch den Umweltgarten  einladen. 

 

Wir stellen Ihnen die Pflanzen und Tiere in kleinen Steckbriefen dar, zeigen Videosequenzen und bieten für unsere kleinen Gäste Ausmalbilder, einen kleine Quiz oder Bastelanleitungen an. 

 

Der Umweltgarten im Juni

Die Schleie (Tinca tinca)

Man nennt mich kurz die Schlei. Ich behaupte, ich zähle zu den Schönheiten in der Unterwasserwelt. Oft streiche ich elegant am Fenster vorbei. Auffällig sind meine olivgrüne Färbung und die großen dunkel eingerahmten Flossen. Die dicke Haut ist schleimig und neueste Untersuchungen zeigen, dass sie mich und meine Brut vor Bakterien und Pilzen schützt.

 

Wir werden bis zu 10 kg schwer. Das ist aber die Ausnahme. Unsere Hauptnahrung sind Kleinlebewesen, Schnecken und Algenaufwuchs. Wir sind sehr vorsichtige Tiere, so dass wir nur nachts oder bei nebligem und bedecktem Wetter auf Nahrungssuche gehen. Tagsüber verstecken wir uns im Unterwasserpflanzendschungel.

Innerhalb von 2 Wochen legen sie bis zu 300 000 klebrigen Eier an Wasserpflanzen ab.

Foto: Schleie, Martina Mitterer

 

Herausragende Eigenschaften: Schleien verfügen über die Fähigkeit zur Kälte- oder Hitzestarre. So können sie kurzfristig auch extremen Sauerstoffmangel überleben, was in kleinen Tümpel immer wieder eintritt.

 

Übrigens: Die Schleie ist ein schmackhafter Speisefisch mit wenig Gräten. 

 

Der Umweltgarten im Monat Mai

 

 

Im Mai stehen die Streuwiese im Umweltgarten und der Nektargarten bereits in voller Blüte. Wiesensalbei, Akelei, verschiedene Nelken und vieles mehr laden zum Bestimmen ein. Die Hummeln klettert von Akeleiblüte zu Akeleiblüte um sich an dem süßen Nektar zu laben. An den Bienenstöcken herrscht ein reges Treiben. 

Wir möchten Ihnen in diesem Monat  den Lein, die Kuckuckslichtnelke und den Wiesensalbei vorstellen. Darüberhinaus informieren wir sie über die Weinbergschnecke und den Siebenschläfer, der einige Nistkästen besetzt hält und sein Eigen nennt. Aus der Unterwasserwelt möchten wir Ihnen die Schleie vorstellen.  

 

Ich bin der Siebenschläfer und lebe im Umweltgarten Wiesmühl

Abb. Pixabay: Diese Schlafhaltung taugt nicht für jeden.
Ihr Menschen hättet wohl schon lange Kreuzweh, doch in dieser Haltung kann ich für Monate verweilen. 

Ich möchte mich bei euch vorstellen!

 

Guten Tag! Ich bin ein Siebenschläfer. Mein Name rührt daher, dass ich sieben Monate Winterschlaf halte. Von Mai bis September bin ich allerdings wach. Ich bin zwar nachtaktiv, aber ich mache mich trotzdem bemerkbar, weil ich ab und zu unter den Dächern der Menschen einziehe und für meine geringe Größe ganz schön viel Lärm machen kann. Im Umweltgarten habe ich sogar meinen eigenen Nistkasten bezogen, direkt oberhalb des neuen Seminarraums. Vielleicht sehen wir uns bei deinem nächsten Besuch. Normalerweise wohne ich aber im Wald. 

Da ich bereits meine Größe erwähnte: ich werde 20 bis 30 Centimeter lang und kann bis zu 100 Gramm wiegen! Ich esse am liebsten Früchte von Bäumen, aber auch Insekten. Ich kann fantastisch klettern und springen, denn ich habe einen etwas buschigeren Schwanz, der mir hilf das Gleichgewicht zu halten. An allen vier Füßen habe ich scharfe Krallen mit denen ich auch Kopf über festen Halt habe.  Ich bin gerne allein unterwegs, suche mir aber von Mai bis Juni einen Partner. Wir Siebenschläfer bekommen 3 bis 12 Babys in einem Wurf!

 

Obwohl wir flinke Tierchen sind, werden wir leider oft zur Beute von Greifvögeln, Mardern oder Füchsen. Aber auch Hauskatzen werden mir gefährlich!